Rhönklub ZV Florenberg

Gemeinde Künzell

Die Gemeinde Künzell gehört zum Landkreis Fulda, der neben Fulda aus drei weiteren Städten und 19 Gemeinden besteht. Künzell ist mit über 16.000 Einwohnern nach der Stadt Fulda die zweitgrößte Gemeinde mit der ebenfalls zweitstärksten Bevölkerungsdichte.

Der Ursprung der Geschichte Künzells geht zurück bis in das Jahr 743 , als dem Erzbischof Bonifatius vom fränkischen Hausmeier Karlmann größere Ländereien geschenkt wurden, auf denen der Fritzlarer Mönch Sturmius am 12. März 744 das Benediktinerkloster Fulda errichtete. Ohne Systematik von Seiten des Klosters, nur durch das freie Spiel der Kräfte und dem Zufall, entstand eine Besiedlung des Landes.

Im Talkessel des Oberlaufes des Grezzbaches bildete sich eine Ansiedlung, eine Cella, die nach ihrem Gründer, dem Mönch Chindolf, den Namen Chindecella oder Kindecella erhielt, der in den folgenden Jahrhunderten mehrfach wechselte und schließlich zum heutigen Namen Künzell führte. Diese Siedlung muß bereits im 9. Jahrhundert entstanden sein. Gegen Mitte des 12. Jahrhunderts wird von einem Fuldaer Klosterbesitz in Künzell gesprochen, der zur Propstei Frauenberg gehörte und aus mehreren indes neugebildeten Bauerngütern bestand.

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Wappen der Gemeinde Künzell

Im Jahr 1212 lassen sich bereits mehrere Bauernstellen nachweisen. Um 1250 spricht man von vier Bauerngütern, 1510 von sieben.

Vom 14. bis zum ausgehenden 18 Jahrhundert war das Gebiet der Gemarkung Künzell an mehrere Grundherrschaften vergeben worden, die das Land in verschiedenen Größen an die Bauern, Hintersiedler und Hüttner verlehnten. Künzell gehörte mit Kirche und Schule zur Pfarrei Florenberg,  einem großen Pfarrverband, der die Orte Bronnzell, Dirlos, Edelzell, Engelhelms, Kohlhaus, Pilgerzell, Keulos, Bachrain, Welkers, Löschenrod und Eichenzell umfaßte und ursprünglich der Propstei Johannesberg angeschlossen war.

Erst mit dem Bau der neuen Antoniuskirche im Jahre 1900/1902 und Errichtung einer eigenen Pfarrei in 1912 schieden Künzell und Keulos aus dem Kirchenverband Florenberg aus, nachdem bereits im Jahr 1842 die Schule nach Keulos und 1882 nach Künzell verlegt worden war.

Durch die Gebietsreform in den Jahren 1971/72 wurden in die Gemeinde Künzell die Gemeinden Keulos, Wissels, Dassen, Dietershausen, Dirlos, Pilgerzell und Engelhelms eingegliedert Der Kernort nennt sich als Ortsteil Künzell-Bachrain mit den Wohnbereichen Künzell und Bachrain. Mit 16.226 Einwohnern hat sich die Großgemeinde zur zweitgrößten Gemeinde des Landkreises Fulda, nach der angrenzenden Barockstadt Fulda, entwickelt.

Bis zum Jahre 1950 waren alle Ortsteile der Großgemeinde vom bäuerlichen Element geprägt. Ein lebhafter Strukturwandel in der Landwirtschaft trug dazu bei, in wenigen Jahren Ortsbilder zu verändern. Zuerst hatte sich der Kernort Künzell von einem Bauerndorf zu einer modernen Wohnsitzgemeinde gewandelt, größere Ortsteile folgten.

Heute ist Künzell eine ausbaufähige, moderne Stadtrandgemeinde, die zwei Komponenten miteinander verbindet: ein stadtähnliches Ortsbild, aufgelockert mit großzügigen Grünanlagen und eine dörfliche Idylle Künzell befindet sich fern vom Lärm und der Hektik der Stadt Fulda, doch aber inmitten des wirtschaftlichen und kulturellen Zentrums der Region.

Quelle: Internetseite der Gemeinde Künzell - kuenzell.de

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